PdG: Das legendäre Rennen zwischen Zermatt und Verbier meistern

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Nicolas Arquin

SEO-Webredaktor

Patrouille des Glaciers (PdG): Erfahren Sie, wie Sie dieses legendäre Skitourenrennen meistern. Mit dem Erfahrungsbericht von Karine Fragnière von Reaching Summits!

Die PdG vorbereiten: Die Schlüssel zum Erfolg am Berg

Das legendäre Skitourenrennen Patrouille des Glaciers (PdG) findet im April 2026 wieder in der Schweiz statt. Ein Rennen, das eine lange körperliche und technische Vorbereitung sowie solide Bergkenntnisse erfordert. In diesem Artikel finden Sie eine Vorstellung der PdG sowie Informationen zur Vorbereitung auf die Patrouille des Glaciers. Ausserdem lesen Sie Auszüge aus dem Interview mit Karine Fragnière, Geschäftsführerin von Reaching Summits!

Die Patrouille des Glaciers, ein legendäres Rennen, das eine intensive Vorbereitung verlangt

Eine aussergewöhnliche Alpendurchquerung zwischen Zermatt und Verbier

Die PdG ist ein internationales Rennen, offen für Militärangehörige, aber auch für zivile Teilnehmende und Spitzensportler. Organisiert wird sie von der Schweizer Armee. Die Patrouille des Glaciers gilt als härtester Hochgebirgswettkampf der Welt.

Die erste Austragung der PdG fand im April 1943 statt; die gewählte Strecke (Zermatt–Verbier) musste in einem Zug bewältigt werden. Die teilnehmenden Soldaten sollten in einem Patrouillenrennen ihre Einsatzfähigkeit beweisen.

Die dritte Austragung im Frühling 1949 wurde vom Verschwinden einer Militärpatrouille in einer Gletscherspalte überschattet. Daraufhin wurde das Rennen bis 1983 verboten.

In jenem Jahr belebte Korpskommandant Roger Mabillard das Konzept der PdG neu. Das Rennen fand in der Nacht vom 5. auf den 6. April 1984 wieder statt, mit rund 187 Dreierpatrouillen; für die Sicherheit sorgte die Schweizer Armee. Das ist bis heute so.

Frauenpatrouillen konnten 1986 zum ersten Mal teilnehmen.

Kennzahlen
Für die Patrouille des Glaciers 2026 sind insgesamt 5500 Teilnehmende angemeldet. Sie besteht aus Patrouillen von 3 Personen plus 1 Ersatzperson (also rund 1400 Patrouillen).
Die grosse Patrouille des Glaciers führt von Zermatt nach Verbier, die Königsdisziplin.

Sie umfasst eine Distanz von 57 km mit rund 4400 Höhenmetern im Aufstieg.

Der Streckenrekord liegt bei 5h35’’27’ (aufgestellt 2018).

Bei den letzten Austragungen waren rund 21 % der Teilnehmenden der Patrouille des Glaciers (PdG) Frauen.

In den letzten Jahren waren 4 bis 6 % der Patrouillen auf der legendären Strecke Zermatt–Verbier reine Frauenteams.

Der höchste Punkt des Rennens liegt schliesslich auf der Tête Blanche, auf rund 3650 m über Meer.

Ein streng betreutes Rennen… aber eine oft riskante Vorbereitung

Die Patrouille des Glaciers wird von der Schweizer Armee organisiert und äusserst gut abgesichert. Hunderte Militärangehörige sind im Einsatz, und Rettungsteams stehen bereit.
Die Vorbereitung auf die Patrouille des Glaciers erfolgt jedoch grösstenteils in Eigenregie.

Die künftigen Patrouillen reihen Skitour an Skitour, trainieren angeseilt und feilen an ihrer technischen Sicherheit.
Das bedeutet, dass die Patrouilleure das Risikomanagement am Berg sowie die Abläufe der Bergrettung beherrschen müssen.

Sich auf die Patrouille des Glaciers vorzubereiten, heisst also, die Risiken während der Trainingsmonate davor im Griff zu haben. Die künftigen Patrouilleure wollen natürlich möglichst wettkampfnahe Situationen erleben. Und sie reihen lange Touren in der Höhe aneinander, unter realen Bedingungen am Berg.

Sich auf die PdG vorbereiten: die eigentliche Herausforderung der Patrouilleure

Die Anforderungen der Patrouille des Glaciers

Wie bereitet man sich auf ein Skitourenrennen wie die Patrouille des Glaciers vor?

Die grosse Patrouille des Glaciers (Zermatt–Verbier) verlangt zugleich Seilschaftstechnik (die Patrouillen sind auf dem Gletscher zeitweise angeseilt unterwegs), technisches Können und Ausdauer. Die Patrouilleure müssen die 57,5 km Distanz durchhalten, die 4400 Höhenmeter im Aufstieg bewältigen und mehrere lange Aufstiege in der Höhe meistern.

Der Körper wird durch die lange Anstrengung, die Kälte und den Schlafmangel (Start in der Nacht) enorm gefordert.
Rund sechs Monate spezifische Vorbereitung sind daher unerlässlich.

Das Vorankommen in der Dreierseilschaft will sorgfältig geübt sein. Es verlangt Koordination, Kommunikation und gegenseitiges Vertrauen. Auch hier ist eine gründliche Vorbereitung entscheidend, um die eigenen Abläufe aufeinander abzustimmen.

Die PdG verlangt zudem Anpassungsfähigkeit von jedem Mitglied des Trios. Die Patrouilleure müssen Anstrengung und Tempo einteilen und sich ständig gegenseitig helfen, unter oft schwierigen Bedingungen.

Der Beitrag von Reaching Summits

Gegründet von Karine Fragnière, die 2022 an der Patrouille des Glaciers teilgenommen hat, unterstützt Reaching Summits bei jeder Austragung der PdG reine Frauenteams. Das Ziel: ihnen die besten Voraussetzungen zu bieten, um ihre sportliche Herausforderung zu meistern. «Frauen müssen hören, dass sie es können. Die PdG ist etwas Aussergewöhnliches, das Respekt einflösst. Dank meinem Hauptsponsor bietet Reaching Summits drei Touren mit einem Bergführer an. Er bereitet sie auf die spezifischen Techniken der PdG vor und vermittelt ihnen die Grundlagen (wie man sich sicher in einem Hang bewegt, wie man angeseilt Ski fährt…).»

«Das ist ein wichtiger Schritt, der ihnen Selbstvertrauen gibt, eine schöne Unterstützung für diese Frauen. Mein Ziel ist, dass sie sich zutrauen, sich nachts im alpinen Gelände zu bewegen», sagt Karine Fragnière.

Menschliche Faktoren: der Schlüssel zu Leistung und Sicherheit

Entscheidungsfindung, Energiemanagement und ein klarer Kopf

Bei einem Skitourenrennen wie der PdG gibt es keine Improvisation. Fehler verzeihen nichts, und die menschlichen Faktoren am Berg sind von zentraler Bedeutung.
Die Patrouille des Glaciers verlangt, richtige und fundierte Entscheidungen treffen zu können. Die Patrouilleure müssen zudem ihre Kräfte und ihren Kopf optimal einteilen. 57,5 km in der Kälte durchzustehen gelingt natürlich nur, wenn man seine Energie nicht zu früh «verbrennt».

Karine Fragnière erklärt uns die legendäre Strecke Zermatt–Verbier. «Das Schwierigste an diesem Format Zermatt–Verbier ist, dass man nachts unterwegs ist: Man startet auf 1600 m und erreicht beim ersten Aufstieg 3600 m. Es kann extrem kalt sein. Das ist sehr belastend für den Körper und für den Kopf. Wenn man bei Rennhälfte bei den Betreuern ankommt, hat man schon viele Ressourcen verbraucht, und man muss noch die zweite Hälfte bewältigen, mit gleich vielen Höhenmetern und der gleichen Distanz, bei Tag. Mehr als die Hälfte des Rennens ist man auf über 3000 m unterwegs, das ist sehr hart!»
Deshalb muss man während der ganzen Strecke einen klaren Kopf bewahren, um seine Patrouille ins Ziel zu führen…

Die Teamdynamik, entscheidend in einer Patrouille

Um ans Ziel zu kommen, muss jede Patrouille in der Vorbereitung ihre Abläufe unbedingt einspielen. Sie muss aber auch eine Leaderin oder einen Leader bestimmen und mögliche Spannungen zwischen den Patrouilleuren entschärfen können. Diese haben im Skitourenrennen nicht unbedingt dasselbe Tempo. Ziel der Vorbereitung ist es also, all das aufeinander abzustimmen und eine echte Teamdynamik zu schaffen. Ein Seilschaftsgeist, der Karine Fragnière am Herzen liegt.

Für die Schweizerin ist die Kommunikation denn auch der Schlüssel zum Erfolg. «Sich selbst sehr gut kennen, seine Grenzen kennen, merken, dass ich etwas nicht gut mache, und es den anderen zu sagen wagen: Das ist entscheidend. Nicht zu kommunizieren verschlimmert die Situation und kann zur Aufgabe führen. Man muss die anderen auch regelmässig fragen, ob alles in Ordnung ist.»

Die ehemalige Siegerin ihrer Kategorie beim Ironman Zürich 2018 warnt die Patrouilleurinnen: «Nachts, mit 8 m Abstand, ist es nicht immer einfach zu kommunizieren. Im ersten Teil des Rennens sind wir einen grossen Teil der Zeit angeseilt. Diejenige in der Mitte muss die Rolle der Kommunikation übernehmen.»

WEMountain: eine neue Art, sich für den Berg auszubilden

Eine digitale Ausbildung, überall zugänglich

Die WEMountain-Kurse wurden von 50 internationalen Fachleuten entwickelt und haben bereits mehr als 5000 Mitglieder überzeugt. Die Rückmeldungen zur Qualität der Inhalte sind ausgesprochen positiv. Als mehrsprachiges Programm ist WEMountain überall zugänglich. Der Beweis: Die Nutzerinnen und Nutzer stammen aus 52 verschiedenen Ländern.
WEMountain gibt es als E-Learning, mit verschiedenen Kursen zur Auswahl. Ideal, bevor man riden geht, für mehr Sicherheit am Berg…
Die Ausbildung legt den Schwerpunkt auf die menschlichen Faktoren und die Prävention, damit man gefährliche Situationen erkennen lernt und sich gar nicht erst darauf einlässt. Sie bietet unter anderem eine Analyse des Lawinenrisikos.

WEMountain und Reaching Summits, eine starke Partnerschaft

WEMountain ist Ausbildungspartner der Frauenteams von Reaching Summits. Der Ansatz von Dominique Perret, Mitgründer von WEMountain, hat Karine Fragnière sofort überzeugt.
Für die Patrouille des Glaciers ist eine frühzeitige Vorbereitung entscheidend. Diese Vorbereitung muss aber auch strukturiert sein, um das Unfallrisiko während der Monate intensiven Trainings zu verringern und den Patrouilleuren Orientierung zu geben. So entstand eine schöne Zusammenarbeit zwischen WEMountain und Reaching Summits, die sich bestens ergänzen.

«Ich wollte mit Dominique zusammenarbeiten, damit sich die Patrouilleurinnen sicher bewegen und den Berg kennen. Dank dieser Ausbildung konnten die Frauen sicher trainieren. Den Sicherheitsteil habe ich WEMountain und dem Bergführer überlassen; mit ihnen zusammenzuarbeiten ist grundlegend. Es ist unerlässlich, dass die vier Patrouilleurinnen umfassend ausgebildet sind», sagt die Gründerin von Reaching Summits. «Mit der Online-Ausbildung kann man im November beginnen, wenn noch kein Schnee liegt und man Zeit hat. Diese WEMountain-Ausbildung geht viel weiter als das, was man sonst kennt. Prävention ist sehr wichtig: Man muss den Berg kennen und sich selbst kennen», betont Karine Fragnière.

Fazit – Sich ausbilden, um weiter und freier unterwegs zu sein

Die Patrouille des Glaciers (PdG) lässt träumen. Nachts über Gletscher ziehen, die Alpen von Zermatt nach Verbier durchqueren, mit der eigenen Patrouille gemeinsame Momente erleben…
Über den Erfolg eines solchen Abenteuers wird jedoch lange vor dem Renntag entschieden.
Entscheidend sind insbesondere die Trainingsmonate, die Entscheidungen im Gelände und die Fähigkeit, mit Müdigkeit umzugehen.

Hier zeigt die Ausbildung ihren ganzen Sinn: Sie verbessert die eigene Leistung und sorgt vor allem dafür, dass man sich am Berg souveräner bewegt. So bleibt die Freiheit langfristig erhalten…

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